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Steak-Wissen

Das Steak-ABC

Von Bavette bis Wagyu, von „bleu“ bis „well done“: die wichtigsten Begriffe rund ums Steak – kurz und verständlich erklärt aus der Küche des Wedenkamp House in Elmshorn.

B

Baked Potato
Im Ganzen gegarte Ofenkartoffel, aufgeschnitten und mit Sour Cream serviert. Im Wedenkamp House ist sie bei jedem Steak inklusive.
Bavette
Flacher Cut aus der Flanke (Dünnung) mit kräftigem Geschmack und grober Faser. Wird kurz und heiß gegrillt und quer zur Faser aufgeschnitten.
Black Angus
Rinderrasse aus Schottland, heute vor allem in Argentinien, Uruguay, den USA und Irland gezüchtet. Bekannt für feine Marmorierung und zartes Fleisch.
Bleu
Die kürzeste Garstufe: außen kurz und scharf angebraten, innen fast roh und nur lauwarm, etwa 40–45 °C Kerntemperatur.

C

Café de Paris
Kräuterbutter nach Genfer Art mit Senf, Kräutern und Gewürzen. Schmilzt auf dem heißen Steak und gehört bei uns zu Surf & Turf.
Chateaubriand
Doppelt dick geschnittenes Stück aus dem Mittelteil des Rinderfilets, klassisch für zwei Personen. Wird im Ganzen gebraten und am Tisch tranchiert.

D

Dry Aged
Trocken gereiftes Rindfleisch: Das Fleisch reift am Knochen mehrere Wochen bei kontrollierter Temperatur und Luftfeuchte. Es verliert Wasser, wird mürber und bekommt ein nussiges Aroma.

E

Entrecôte
Französisch für „zwischen den Rippen“. Steak aus der Hochrippe, in Deutschland oft gleichbedeutend mit Rib-Eye: kräftig marmoriert mit dem typischen Fettauge.

F

Faserrichtung
Die Richtung der Muskelfasern im Fleisch. Gegrillte Steaks schneidet man quer zur Faser auf – so werden die Fasern kurz und das Fleisch wirkt zarter.
Filet
Das Rinderfilet (Lende) ist der zarteste Muskel des Rinds, weil er kaum arbeitet. Mager, mild und fein. Aus ihm stammen Filet-Steak, Chateaubriand, Tournedos und Medaillons.
Flank Steak
Langer, flacher Cut aus dem Bauchlappen (Dünnung). Mager, aromatisch, am besten medium rare gegrillt und dünn quer zur Faser aufgeschnitten.
Flat Iron
Cut aus der Schulter (Schaufelstück), nachdem die zähe Mittelsehne entfernt wurde. Erstaunlich zart, gut marmoriert und ein Geheimtipp unter Steakfans.

G

Grain-fed / Grass-fed
Grain-fed: Rinder werden in der letzten Phase mit Getreide gefüttert – das Fleisch wird stärker marmoriert und milder. Grass-fed: Weidehaltung mit Gras – kräftigerer Geschmack, etwas magerer.

H

Hüftsteak
Steak aus der Rinderhüfte. Mager mit kräftigem, ehrlichem Rindfleischgeschmack und etwas festerem Biss – ein Klassiker mit gutem Preis-Genuss-Verhältnis.

K

Kerntemperatur
Die Temperatur in der Mitte des Steaks. Sie bestimmt die Garstufe: etwa 45–52 °C rare, 52–55 °C medium rare, 56–59 °C medium, 60–64 °C medium well, ab 68 °C well done (Richtwerte).

L

Lavasteingrill
Grill, bei dem Lavasteine über dem Brenner die Hitze speichern und gleichmäßig abgeben. Herabtropfendes Fett verdampft auf den Steinen und sorgt für das typische Grillaroma. Das Herzstück unserer Küche.

M

Maillard-Reaktion
Die Bräunungsreaktion zwischen Eiweiß und Zucker bei hoher Hitze. Sie erzeugt die aromatische Kruste – deshalb wird ein Steak scharf und heiß angegrillt.
Marmorierung
Feine Fettäderchen im Muskelfleisch. Beim Grillen schmilzt das Fett, hält das Steak saftig und trägt den Geschmack. Besonders ausgeprägt beim Rib-Eye.
Medaillon
Kleine, runde und dicke Scheibe aus einem zarten Muskel, meist dem Filet. Kurz gebraten und gern mit einer Sauce serviert.
Medium
Die beliebteste Garstufe: außen kräftig gegrillt, innen durchgehend rosa mit heißem Kern, etwa 56–59 °C Kerntemperatur.
Medium rare
Zwischen rare und medium: innen rosa bis rötlich und saftig, etwa 52–55 °C Kerntemperatur. Für marmorierte Cuts wie Rib-Eye eine sehr gute Wahl.
Medium well
Innen nur noch leicht rosa, überwiegend durchgegart, etwa 60–64 °C Kerntemperatur.

P

Picanha
Der Tafelspitz mit Fettdeckel, in Brasilien das Lieblingsstück am Grill. Die Fettschicht schützt beim Grillen und gibt viel Aroma.
Porterhouse
Großes Steak mit T-förmigem Knochen aus dem flachen Roastbeef mit einem großen Stück Filet. Wie ein T-Bone-Steak, nur mit deutlich mehr Filetanteil.
Prime Beef
Sammelbegriff für besonders hochwertiges, gut marmoriertes Rindfleisch. Ursprünglich die höchste Qualitätsstufe („USDA Prime“) der US-Landwirtschaftsbehörde.

R

Rare
Englisch für „blutig“: außen gegrillt, innen rot und kühl bis lauwarm, etwa 45–52 °C Kerntemperatur. Ideal für sehr zarte, magere Cuts wie das Filet.
Rib-Eye
Steak aus der Hochrippe mit dem typischen Fettauge in der Mitte. Kräftig marmoriert, saftig und aromatisch – am besten medium rare bis medium.
Roastbeef
Das flache Roastbeef ist der hintere Rückenmuskel des Rinds, aus dem auch das Rumpsteak geschnitten wird. Als Braten rosa gegart und kalt in dünnen Scheiben serviert.
Ruhen lassen
Nach dem Grillen ein paar Minuten warten, bevor das Steak angeschnitten wird. Der Fleischsaft verteilt sich, und beim Anschneiden läuft weniger aus.
Rumpsteak
Steak aus dem flachen Roastbeef mit dem typischen Fettrand. Kernig, kräftig und saftig. In den USA als Strip Loin oder New York Strip bekannt.

S

Sauce Béarnaise
Warme Buttersauce mit Eigelb, Weißweinessig, Schalotten und Estragon. Ein Klassiker der französischen Küche zum Steak.
Sous-vide
Garen im Vakuumbeutel im Wasserbad bei exakt geregelter, niedriger Temperatur. Das Steak gart gleichmäßig durch und wird danach kurz scharf angegrillt.
Surf & Turf
Kombination aus „Meer und Weide“: Steak und Meeresfrüchte auf einem Teller – bei uns Filet-Steak mit Garnelen und Café-de-Paris-Butter.

T

T-Bone-Steak
Steak mit T-förmigem Knochen: auf der einen Seite Roastbeef (Rumpsteak), auf der anderen ein kleineres Stück Filet. Zwei Cuts in einem.
Tatar
Fein gehacktes oder geschabtes, rohes Rindfleisch aus magerem Muskelfleisch, würzig abgeschmeckt mit Zwiebeln, Kapern und Gewürzen. Muss absolut frisch zubereitet werden.
Tomahawk
Rib-Eye-Steak mit langem, freigelegtem Rippenknochen – optisch eindrucksvoll und meist über ein Kilo schwer, ideal zum Teilen.
Tournedos
Dick geschnittene Scheibe aus der Mitte des Rinderfilets, kleiner als ein Chateaubriand. Klassisch kurz gebraten und mit Sauce serviert.

W

Wagyu
Japanische Rinderrassen mit außergewöhnlich starker, feiner Marmorierung. Sehr zart und buttrig; wird wegen des hohen Fettanteils in kleineren Portionen gegessen.
Well done
Vollständig durchgegart, innen grau-braun, ab etwa 68 °C Kerntemperatur. Am besten für Cuts mit etwas mehr Fett geeignet, damit das Steak saftig bleibt.

Mehr Steak-Wissen

Cuts und Garstufen mit Kerntemperaturen auf einen Blick finden Sie in unserem Leitfaden Cuts & Garstufen. Und wer das Gelernte probieren möchte: Das Wedenkamp House eröffnet in Kürze am Wedenkamp 24 in Elmshorn.

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